MEETINGS, MEETINGS, MEETINGS – Mein Boss hat gesagt …

Mein(e) Boss(in) hat gesagt, dass
sie vor kurzem einen j
unge Frau getroffen habe, die seit knapp einem Jahr bei einem Finanzdienstleister arbeitet. Bei einem sehr umsatzstarken mittelständischen Unternehmen, dass passender Weise die Rechtsform einer Genossenschaft und in der Branche wie in der Öffentlichkeit ein gutes Ansehen hätte.

Ihre Aufgabe wäre ganz interessant, ihr Gehalt auch recht gut und die Sozialleistungen nicht schlecht.

Sie hat gemeint, dass dann doch alles in Ordnung wäre. Aber die junge Frau war offensichtlich auf der Suche nach einem neuen Job!

Das hat sie dann doch verblüfft und sie hat die junge Frau gefragt, was ihr denn nicht gefallen würde. Die Antwort hätte sie verblüfft:


Sie hätte notiert, mit was sie in der Arbeit beschäftigt sei und dabei festgestellt, dass sie jede Woche mindestens 15 Stunden in überwiegend uneffektiven Meetings verbringen würde! Bei einer Arbeitszeit von 35 Stunden (was er schätze) würden ihr dann nur noch weniger als 20 Stunden für die Arbeit verbleiben. Und das würde oft knapp werden, so dass sie sich permanent gestresst fühlen würde.
Nach ihrem Wissen sind ihre (übrigens allesamt männlichen) Vorgesetzten doppelt so viel in Meetings wie sie. Für Frauen wäre „Karriere machen“ offensichtlich eh schwer und wenn sie 30 bis 40 Stunden in der Woche „meeten“ müsse, dann würde sie eh gerne auf ihre Karriere verzichten.


Ob das dann alles wäre, hätte sie die junge Frau gefragt?


NEIN hat sie gesagt. Sie stören noch ein paar zwar nur Kleinigkeiten erheblich. Wegen Corona würde die meisten Meetings im Netz mit Webex stattfinden würden. Privat nutze sie Zoom, das wäre etwas ganz anderes. Und die meisten Teilnehmer würden ihre Videokamera grundsätzlich ausschalten. Obwohl sie jetzt schon fast ein Jahr dabei wäre, hätte sie immer noch von den meisten Kollegen und Kolleginnen nicht einmal die Gesichter gesehen geschweige sie persönlich kennengelernt …


Da hat sie (#MEINBOSS ) auch nicht mehr weitergewußt …

Anmerkung:
Mein Eindruck ist, dass Menschen generell gerne in Video-Meetings ihre Kamera ausschalten. Die Begründung ist  oft „mangelnde Bandbreite“. Das ist meistens nur eine Ausrede.

Schlimmer an den Netzmeeting wäre für mich, dass die Teilnehmer nicht die Möglichkeiten der IT kennen, geschweige denn nutzen würde. So könne man hervorragend in der Runde gleich das Protokoll – basierend auf shared file Technologie gemeinsam erstellen und bräuchte keinen „Protokollführer“ mehr.
Mit Werkzeugen wie jamboard (google) oder whiteboard (microsoft) könne man lieb gewonnene Formate aus der Kultur moderner Präsenzmeeting (lean coffee, world café …) auch „im Netz“ nutzen. Aber die meisten VideoMeetings sind wieder zurückgefallen auf das Niveau uralter Agenda-Meetings, in denen stur eine oft auch inhaltlich veraltete Agenda abgearbeitet wird.

RMD

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