Ruhestand und Zukunft

Jetzt bin ich seit bald 8 Jahren Rentner. Oder Privatier. Oder beides. Je nach Betrachtung. Vom Lebensmodus eher das Erstere, von der Versorgungssituation eher das Zweitere.

Auf jeden Fall habe ich kaum mehr Zeit, Artikel für IF-Blog zu schreiben. Denn ich bin total beschäftigt. Ich gehe (fast) täglich Schwimmen, das ist ein großer Zeitdieb. Ich fahre viel und nur noch Fahrrad. Und mit dem Zug. Das dauert länger. Ich muss zu geben, mit dem Auto ging einiges schneller. Aber so ist es schöner.

Ich gehe gerne ins Theater. In München geht das gut. Der Zeitaufwand ist nicht viel höher als für einen „normalen“ Fernseh-Abend. Wenn es aber nach Bayreuth (und dort nicht zu den Festspielen) oder nach Sommerhausen geht, dann sind wieder zwei Tage weg.

Ich reise auch sehr gerne. Am Liebsten mit dem Fahrrad. Das braucht auch viel Zeit. Für eine Umrundung des Peloponnes zum Beispiel inklusive langsamer Anreise mit Zug und Schiff brauche ich da schon gut drei Wochen. Und eine Entdeckungsfernreise in Südafrika zum Beispiel mit Zug von Capetown nach Windhoek macht unter drei Wochen auch keinen Sinn.

Die kann man sich als Rentner gar nicht leisten. Nur als Privatier. Und sie ist ja auch politisch alles andere als korrekt. Man denke nur an die Klimakatastrophe.

Allerdings verdienen die Airlines mittlerweile ihr Geld nicht mehr mit der Beförderung von Personen sondern im Cargo-Geschäft. Und ich finde es schlimmer, wenn exotische (und nicht-exotische) Früchte von Capetown nach München geflogen werden als mein Körper. Und dann in München im Müll landen.

Aber ich wollte ja vom Theater erzählen. Da war ich am Sonntag Theater im Marstall  und habe mir das Stück JETZT ODER NIE angeschaut. Das ist ein (philosphischer) Liederabend von Florian Paul und Max Rothbart, den ich sehr empfehle.

Da war ein Lied von den Ärzten dabei mit dem Refrain:
Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist. Es wär nur deine Schuld, wenn sie so bleibt!
Freilich kann man gerade über den ersten Teil des Satzes diskutieren. Dürfen wir uns es wirklich so leicht machen? Haben wir nicht kräftig am Anthropozän (fossile Katastrophe, Plastikvermüllung, Bodenversiegelung, Verseuchung der Meere …) mitgewirkt? Andererseits – das ist passiert. Und ich glaube nicht dass wir den Planeten vorsätzlich zerstört haben.

Vielleicht können wir noch etwas retten? Auch wenn man eigentlich nicht mehr daran glauben kann, sollte man es versuchen. Also stimme ich der Aussage zu! Und schreibe ja deswegen auch diesen Artikel.

Seit Wochen gehen Jolly Kunjappu und ich regelmäßig zu den Medienstürmern ins Studio, um den Podcast FRIEDEEN – Ideen für Frieden – aufzunehmen.

Ja es geht um FRIEDEN. Hintergrund ist, dass Jolly und ich gemeinsam mit Freunden vor mehr als fünf Jahren ein Projekt FRIEDEN gestartet haben. Damals war ich noch ein „Macher“, der geglaubt hat, man könne alles erreichen. Wenn man nur die richtigen Freunde mit den notwendigen Kompetenzen dazu gewinnen und über ausreichend Ressourcen verfügen würde.

Dann haben wir aber schnell verstanden, dass es so einfach mit FRIEDEN nicht geht. Denn KRIEG und KONFLIKT sind Teil der Natur, und so kann auch der beste Think-Tank der Welt keinen Frieden schaffen. Leider! S

ondern – man muss bei sich selber beginnen. Und sich auf die Suche nach dem eigenen Frieden begeben. Und diesen finden! Das ist eine Riesenherausforderung, wahrscheinlich eine der größten, die es gibt.

Aber im Rahmen des alten Projekts FRIEDEN ist ein tolles Hörbuch entstanden. Und Jolly wurde ermuntert, doch weiter zu machen. So sind wir ins Studie gegangen und haben FRIEDEEN (Ideen für Frieden) gemacht. Und freuen uns, wenn es bald erscheint. Ich werde weiter berichten!

Vielleicht können wir ja damit ein bisschen etwas bewegen. Im Sinne des zweiten Satzes der Ärzte: Es wär nur deine Schuld, wenn sie so bleibt!

Und wünsche mir, dass ich noch ein bisschen Zeit bekomme, etwas zu bewegen!

RMD

P.S.
Ich habe auch schon ein neues Projekt. Es geht darum einen schönen Abschiedstext eines mir wichtigen Menschen reif für eine Veröffentlichung zu machen. In diesem geht es um die für mich zentrale Frage:
Beherrschen Menschen ihre sozialen Systeme oder beherrschen die sozialen Systeme die Menschen?
Dazu mehr in meinem nächsten Artikel hier.
🙂 <– Link zum passenden und sehr schönen Song!

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