„Die Chinesen oder das Kohlendioxid!“ oder „Was wir so alles exportieren?“

So durch Zufall kenne ich auch ein paar Chinesen. Vom Fußball, von der Uni und so. Ab und zu diskutieren wir gemeinsam über die Rolle Chinas in der Welt. Oder über Kopenhagen und die Klimakatastrophe.

Von meinen chinesischen Freunden kam in so einem Gespräch ein interessantes Argument:

k12_Shanghai_2Deutschland hätte es sich einfach gemacht mit der Senkung des Ausstoßes der Klimagase. Wir hätten ganz einfach all die Industrien, die die klimaschädlichen Gase ausstoßen, nach China exportiert.Und jetzt würden wir von China fordern, den Ausstoß zu senken.

So könne das einfach nicht funktionieren. Wenn wir bereit wären, die Industrien zurück zu nehmen, dann könne China sehr viel besser auch seinen Ausstoß senken.

Ich finde, das hat doch etwas.

Ich kenne einen jungen deutschen Mann sehr gut, der gerade in China ist. Tätig für einen vormals deutschen Konzern. Er hat mir berichtet, dass er jede Woche viele Stunden im Flieger zwischen Peking und Shanghai und noch mehr Stunden im Taxi verbringt.

🙂 Anscheinend exportieren wir jetzt auch unsere „management performance“ nach China (inklusive kräftigen CO2-Ausstoß). Und die Chinesen können nicht nur unsere Technologie kopieren, sondern auch wie man organisiert.

🙁 Fürchte aber, dass das alles den Chinesen auch nicht mehr nutzen wird als uns, es sei denn, sie wären bereit, aus unseren Fehlern zu lernen. Das sind sie aber anscheinend nicht.

RMD

P.S.
Das schöne Foto ist von Hans-Peter Kühn. Er hat es auf seiner Reise auf „Schienen nach Tibet“ geschossen.

Eine Antwort

  1. Andersherum wird der Schuh draus: Wenn wir China gegenüber die Forderung nach CO2-Senkungen mit knappen CO2-Zertifikateangebot durchsetzen, dann kommt auch die Industrie zurück 😉

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