„WE FEED THE WORLD“

Im letzten Artikel habe ich mich ja geouted. Ich wäre lieber ein Theatermann als ein Softwaremann geworden. Deswegen schreibe ich gerne von Filmen, die mich begeistert haben. Heute sogar von einem Film, der mein Leben verändert hat. Er heißt „WE FEED THE WORLD“ und ich habe ihn nicht einmal komplett angesehen.

Um mich zu erinnern, frage ich wiedermal die KI. Denn KI ist eine gute Möglichkeit, sich wieder an Vergangenes zu erinnern.

Zuerst frage ich KASIMIR, eine neue Deutsche KI meines Freundes Felix, der Unternehmer ist und die Welt positiv verändern will. Hier mein Chat mit KASIMIR zum Film „We Feed the World“?


Kennst Du den Film „We feed the world“?

Ja, ich kenne den Film. „We Feed the World“ ist ein Dokumentarfilm, der sich kritisch mit dem globalen Ernährungssystem auseinandersetzt. Im Werk geht es um folgende Themen:

Die Paradoxie des Hungers:
Es wird beleuchtet, dass die Welt eigentlich genug Lebensmittel produziert, um die gesamte Weltbevölkerung zu ernähren, aber dennoch Millionen Menschen hungern.

Verschwendung:
Ein starker Fokus liegt auf der enormen Menge an Lebensmitteln, die in den Industrienationen weggeworfen werden.

Industrielle Landwirtschaft:
Der Film hinterfragt die Methoden der Agrarindustrie, Monokulturen und die Macht großer Konzerne, die oft Profit über die lokale Ernährungssicherheit stellen.

Ungleichverteilung:
Es wird aufgezeigt, wie die Logistik und die ökonomischen Strukturen dazu führen, dass Nahrung dort konzentriert ist, wo sie nicht gebraucht wird, während sie in anderen Regionen fehlt.
Es ist weniger ein klassischer Spielfilm als vielmehr ein plädoyer für ein nachhaltigeres und gerechteres Ernährungssystem.


Ich stelle die selbe Frage. an Gemini, um mehr Informationen zum Film zu bekommen. Hier die Antwort der KI:


Kernthemen des Films

​Wagenhofer reist für den Film an verschiedene Schauplätze der globalen Lebensmittelindustrie und zeigt eindringlich, wie entfremdet die moderne Nahrungsmittelproduktion von natürlichen Kreisläufen und ethischen Grundsätzen geworden ist:
​Massenvernichtung von Mitteln:
Unvergesslich sind die Bilder von tonnenweise frischem Brot, das in Wien täglich im Müll landet, während andernorts Mangel herrscht.

​Spanische Gewächshäuser (Almería): Der Blick auf das „Meer aus Plastik“, unter dem Gemüse unter extremem Wasser- und Personaleinsatz (oft durch ausgebeutete Arbeitskräfte) für europäische Supermärkte gezüchtet wird.
​Saatgut-Monopole & Hybrid-Saatgut: Wie Konzerne traditionelle Pflanzensorten verdrängen und Landwirte in eine wirtschaftliche Abhängigkeit von industriellem Saatgut und Dünger treiben.
​Soja-Anbau in Brasilien: Der Raubbau am Regenwald für den Anbau von Gen-Soja, das anschließend als Kraftfutter für die europäische Massentierhaltung exportiert wird.
​Das System Nestlé: Ein vielbeachtetes Interview mit dem damaligen Nestlé-Chef Peter Brabeck-Letmathe, das eine Debatte über die Kommerzialisierung und Privatisierung von Trinkwasser auslöste.
​Warum der Film nachwirkt
​We Feed the World zeigt das fundamentale Paradoxon unseres Ernährungssystems: Obwohl weltweit mehr als genug Nahrung produziert wird, um alle Menschen zu ernähren, führt die rein profit- und marktorientierte Logik der Agrarindustrie zu Hunger, Umweltzerstörung und dem Verlust des Bezugs zum Lebendigen.
​Der Film bildete damals den Auftakt zu Wagenhofers inoffizieller Trilogie über die Schattenseiten der Moderne, gefolgt von Let’s Make Money (2008, über das globale Finanzsystem) und Alphabet (2013, über unser Bildungssystem). 


Jetzt erinnere ich mich wieder!

Mich haben vor und zur Jahrtausendwende mehrere Dokumentarfilme und ihre Filmmacher begeistert. Darunter war auch Nikolaus Geyerhalter. Über ihn lasse ich Gemini auch recherchieren. Die Antwort von Gemini:


Ja, absolut. Nikolaus Geyerhalter gehört zu den bedeutendsten und stilprägendsten Dokumentarfilmern Österreichs.
​Während Erwin Wagenhofer (We Feed the World) stark auf Interviews, Recces und investigative Zusammenhänge setzt, ist Geyerhalters Handschrift ganz anders: Extrem visuell, ruhig und fast vollständig frei von Kommentaren oder Musik. Seine Filme arbeiten mit langen, perfekt komponierten, statischen Einstellungen und lassen die Bilder sowie die Originalgeräusche für sich sprechen.
​Der direkte Bezug zu „We Feed the World“
​Im selben Jahr wie We Feed the World (2005) brachte Nikolaus Geyerhalter einen der eindringlichsten Filme zum selben Thema heraus:
​„Unser täglich Brot“ (2005): Ein meisterhaftes, aber verstörendes Portrait der hochindustrialisierten Nahrungsmittelproduktion in Europa. Geyerhalter verzichtet komplett auf Interviews, Sprachkommentare oder dramatische Musik. Man sieht nur die Maschinen, die Hallen, die Fließbänder, das Vieh und die Arbeiter im Originalton. Dieser nüchterne Blick macht den Film emotional fast noch wuchtiger.
​Weitere zentrale Werke von Geyerhalter
​Geyerhalter widmet sich oft monumentalen Themen rund um den Einfluss des Menschen auf den Planeten, moderne Infrastrukturen und gesellschaftliche Ausnahmezustände:
„Pripyat“ (1999): Ein frühes Meisterwerk über das Leben von Menschen, die nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl in der Sperrzone geblieben sind oder dort arbeiten.
​„Abendland“ (2011): Ein nächtlicher Blick auf Europa – von Entbindungsstationen über Logistikzentren und Bordelle bis hin zu Altenheimen und Grenzkontrollen.
​„Erde“ (2019): Geyerhalter zeigt Minen, Steinbrüche und Großbaustellen, auf denen täglich Milliarden Tonnen Erde umgewälzt werden.
„Matter Out of Place“ (2022): Eine globale Spurensuche über den Müll der Menschheit und den unermüdlichen Kampf, ihn zu beseitigen – von den Alpen bis zu entlegenen Inseln.
​„Stillstand“ (2023): Eine Dokumentation der Corona-Pandemie am Beispiel der Stadt Wien, die den Ausnahmezustand der Gesellschaft festhält.

​Besonderheiten seiner Arbeit
​Produktionsfirma: Er gründete 1994 die Nikolaus Geyerhalter Filmproduktion, die heute nicht nur seine eigenen Werke, sondern auch viele andere preisgekrönte österreichische Dokumentar- und Spielfilme produziert.
​Ästhetik:
Seine Einstellungen wirken oft wie lebendige Gemälde oder Fotografie-Ausstellungen. Er überlässt dem Publikum den Freiraum, das Gezeigte selbst zu bewerten, anstatt eine Moral vorzugeben.


Filmemacher wie Wagenhofer, Geyerhalter, Carmen Losmann und weitere haben mich begeistert. Ich haben – quasi als Sponsor – gerne ihre Filme an Kunden verschenkt. Besonders Geyerhalters

„7915 KM“ (aus dem Jahr 2008)

hat mich total beeindruckt. Die Zahl im Titel steht für die damalige Gesamtlänge der Strecke der Rallye Dakar. Es ist ein hochinteressantes, ruhiges und feinsinniges Dokumentarfilm-Projekt, bei dem Geyerhalter genau den entgegengesetzten Blick auf das spektakuläre Motorsportereignis wirft:

​Worum es in „7915 KM“ geht

​Anstatt die dröhnenden Motoren, das Tempo oder den Medienrummel des Rennens abzubilden, spürt der Film der Route nach, nachdem die Rallye vorbeigezogen ist.
​Geyerhalter folgt den Spuren der Strecke von Frankreich über Marokko, Mauretanien und Mali bis nach Senegal. Er richtet die Kamera auf die Landschaften und vor allem auf die Menschen, die entlang dieser Trasse leben – abseits des flüchtigen Zirkus der westlichen Motorsport-Sponsoren.

​Die Kernaussage

Der Film ist eine ehrliche und nüchterne Reflexion über das Verhältnis zwischen Europa und Afrika:

​Der Kontrast:

Auf der einen Seite steht der extrem teure, hochtechnisierte Freizeitsport des Westens, der sich im Eiltempo Bahn durch den afrikanischen Kontinent bricht. Auf der anderen Seite der entschleunigte, oft von Armut und einfacher Lebensweise geprägte Alltag der Anwohner.
​Kein Spektakel: Der Film zeigt, dass Afrika nicht nur aus Dürre, Krieg oder eben Wüstenrennstrecken besteht, sondern lässt die Menschen vor Ort in langen, statischen Einstellungen selbst zu Wort kommen.

​Die Ironie des Erscheinens:

Ausgerechnet kurz vor der Fertigstellung des Films (Ende 2007/Anfang 2008) wurde die traditionelle Rallye Paris-Dakar aus Sicherheitsgründen in Afrika abgesagt und später nach Südamerika verlegt. Damit wurde Geyerhalters Arbeit rückblickend fast zu einer historischen Bestandaufnahme dieser Ära.
​Wie für Geyerhalter typisch kommt der Film ohne reißerischen Off-Kommentar aus und lässt das Gezeigte im Raum stehen.

Wahrscheinlich habe ich und die IF AG die meisten Kopien von diesem Film gekauft und verteilt. Anschauen all der oben erwähnten Filme lohnt sich. Absolut! Ihr müßt nur Zeit und Muße mitbringen.

Zurück zu den Filmen von Wagenhofer

Dessen oben genannte Trilogie über die Schattenseiten der Moderne besteht aus We feed the world gefolgt von Let’s Make Money (2008, über das globale Finanzsystem) und Alphabet (2013, über unser Bildungssystem) habe ich komplett angeschaut. Nur bei We feed the world habe ich das Anschauen abgebrochen, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe. Da hatte ich nur den Teil angesehen, in dem es um die Produktion von Hühnerfleisch ging.

Seitdem esse ich kein Hühnerfleisch mehr. Vor den Oktoberfest-Hendeln am Spieß graut es mir. Wahrscheinlich wär ich bei Betrachten des ganzen Films ein Veganer geworden und würde gar kein Fleisch mehr essen?

RMD

Den Film

7915 KM

vom Nikolaus Geyerhalter habe ich jetzt auch schon vorgestellt.

7915 wollte ich erst im nächsten Artikel ausführlich beschreiben. Der hat mir herausragend gefallen. Auch absolute Empfehlung!

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