In den meinen letzten Artikeln habe ich mich geoutet:
Ich wollte gar nicht Software-Ingenieur werden. Sondern wollte eigentlich kreativ sein und zum Film gehen. Dazu fehlte mir aber der Mut, das Selbstbewusstsein und die Gelegenheit. Und das Leben läuft meistens ganz anders und so kommt meistens ein Narrativ heraus, das man nicht steuern und auch nicht vorhersagen konnte. In meinem Fall war das nicht schlecht!
MERKE:
MEISTENS KOMMT ES ANDERS ALS MAN DENKT!
oder wie meine religiösen Freunde (und „Feinde“) sagen würden 🙂
DER MENSCH DENKT, GOTT LENKT.
Das heisst aber keinesfalls, dass ich mit meinem Narrativ unzufrieden bin.
Ich habe meinen Sonderstatus bei Siemens (und später bei Softlab) als TRANSDATA-Spezialist genossen. Die Software, die wir geschrieben haben, war durchaus erfolgreich und das Herrschaftswissen, das ich so erwerben konnte, auf meinem weiteren Lebensweg sehr wertvoll für mich. Auch die Gründung und Führung der Interface Connection GmbH (später Firmengruppe der InterFace AG) hat mir viel Freude und schöne Erlebnisse geschenkt.

Meine Liebe zu den „bildenden Künsten“ Theater und Film konnte ich auch in meiner Rolle als Unternehmer gut ausleben. So habe ich das IF-Forum gestaltet, erfolgreich Sketches und auch ein Theaterstück („Sind wir noch zu retten?“ – um die Jahrtausendwende) geschrieben und aufgeführt.
Zahlreiche Vorträge durfte ich auch halten. Und einen schönen Podcast mit Jolly Kunjappu FRIEDEEN (Ideen für Frieden) publizieren, der uns beiden und vielen anderen große Freude bereitet hat. Und in meinem YT-Chanel sind auch viele Videos von mir.
Gemeinsam mit Freunden habe ich Veranstaltungen gegründet und veranstaltet wie PM-Camp.de (super erfolgreich) oder AktMobCamp (weniger erfolgreich). Die waren als Treffen von Menschen genauso schön wie Film und Theater sein kann und haben mich wie vieles in meinem Leben versöhnt und glücklich gemacht.
(Mehr Infos zu ActMOBcmp siehe auch in meinen Artikeln Fahrradkultur und Nächster Halt Augsburg).
So bin ich mit meinem Leben zufrieden.
Seit meinem Scheitern bei dem Versuch eine starke biophil-philosophische STIMME durch das Duo BALDES/DÜRRE aufzubauen (ich habe das Projekt beenden müssen wegen Unverträglichkeit), schreibe ich überwiegend (hier in IF-Blog). Sonst bin ich stiller geworden.
Ich bin aber immer noch bereit und auch in der Lage, meine Visionen für Gesellschaft, Land und Leute, aber auch für mich in medialer Form vorzutragen. Am liebsten in Kreis von Freunden. Nur „Krokodile“ (von Jolly geprägter Begriff für Menschen, denen er aus dem Wege geht) und „Arschlöcher“ (so hat vor kurzem ein Unternehmensgründer in seiner Festrede zum zehnjährigen Jubiläum diese Gruppe von Menschen bezeichnet) meide gehe ich. Aber wir müssen zusammen halten, damit diese nicht mehr werden.
In IF-Blog.de berichte ich gerne über persönliche Erlebnisse in der Kulturwelt, also Filme und Theaterstücke, die mir gefallen haben. Heute erzähle ich von einer Phase in meinem Leben, in der ich Carmen Losmann ein wenig – sehr homöophatisch – bei der Erstellung ihres Filmes Oeconomia unterstützt worden.
Zuerst berichte stelle ich – unterstützt von KI – Carmen Losmann vor. So habe ich Gemini befragt:
Kennst Du Carmen Losmann (Filmerin)? Gemini hat geantwortet:
Sie ist eine renommierte deutsche Regisseurin und Drehbuchautorin, die vor allem für ihre präzisen und kritischen Dokumentarfilme über moderne Arbeitswelten und Wirtschaftssysteme bekannt ist.
Bekannte Werke
Work Hard – Play Hard (2011):
Ein mehrfach ausgezeichneter Dokumentarfilm, der moderne Managementmethoden, Human-Resources-Konzepte und die Entgrenzung von Arbeit und Freizeit beleuchtet. Losmann zeigt darin, wie moderne Arbeitswelten (z. B. durch Agile Working, Assessment Center und Teambuilding) das Verhalten und die Psyche von Beschäftigten formen.
Oeconomia (2020):
Ein eindrücklicher Essay- und Dokumentarfilm über die Funktionsweise unseres Wirtschaftssystems. Der Film geht der Frage nach, wie Geld entsteht, wie Schulden und Wachstum zusammenhängen und warum das globale Finanzsystem in seiner aktuellen Logik immer wieder an seine Grenzen stößt.
Thematischer Schwerpunkt
Carmen Losmanns Arbeiten zeichnen sich durch eine ruhige, analytische Bildsprache und tiefe Recherche aus. Anstatt auf emotionale Skandalisierung setzt sie darauf, alltägliche oder komplexe wirtschaftliche Prozesse und Mechanismen transparent zu machen und zu hinterfragen.
Dann habe ich Gemini gebeten, für mich eine Beschreibung von Oeconomia zu erstellen.
Kannst Du mir eine Beschreibung von Oekonomia von Carmen Losmann erstellen?:
Der Dokumentarfilm Oeconomia (2020) der Regisseurin Carmen Losmann widmet sich der grundlegenden Frage, wie unser modernes Finanz- und Wirtschaftssystem tatsächlich funktioniert. Der Film feierte seine Premiere auf der Berlinale 2020 und gibt einen investigativen Einblick in die Mechanismen von Geldschöpfung, Verschuldung und Wachstum.
Kerninhalte & Themen
Die Entstehung von Geld: Losmann stellt vermeintlich einfache, aber fundamentale Fragen: Woher kommt Geld? Wie entsteht Kredit? Wer erschafft Geld im Kapitalismus? Der Film verdeutlicht, dass der Großteil des Geldes nicht von Zentralbanken gedruckt, sondern von Geschäftsbanken durch Kreditvergabe neu geschaffen wird (Gierschöpfung/Buchgeld).
Das Paradoxon von Schulden und Wachstum:
Ein zentrales Motiv ist das Nullsummenspiel der Ökonomie. Damit Gewinne entstehen und die Wirtschaft wächst, muss sich zwingend jemand anderes verschulden (sei es der Staat, Unternehmen oder private Haushalte).
Vermögenskonzentration:
Während die Schulden steigen, konzentrieren sich die daraus resultierenden Vermögen bei einer kleinen Minderheit von Gläubigern.
Stilistische & Künstlerische Umsetzung
Der Film übersetzt komplexe, abstrakte Finanzthemen durch prägnante filmische Mittel in verständliche Bilder:
Recherche-Telefonate:
Da viele Banken und Finanzkonzerne keine Drehgenehmigung erteilten oder vor der Kamera keine konkreten Antworten geben wollten, nutzt der Film nachgesprochene Telefonate. So wird die Hürde der Intransparenz im Finanzwesen direkt spürbar.
Visualisierungen & Grafiken:
Losmann verwendet eine digitale Mindmap und Schaubilder, um den Kreislauf aus Geld, Kredit, Zins und Schuld für das Publikum Schritt für Schritt aufzuschlüsseln.
Architektur & Bildsprache:
Einstellungen von spiegelnden Glasfassaden, Bankentürmen und sterilen Sitzungsräumen symbolisieren die Distanz und scheinbare Transparenz der Finanzwelt.
Fazit:
Oeconomia entlarvt das moderne Wirtschaftssystem als ein hochkomplexes Gebilde, bei dem selbst führende Akteure und Experten bei einfachen Fragen ins Inszenieren oder Ins-Stammeln geraten – ein erhellender und aufrüttelnder Blick hinter die Kulissen des Geldwesens.
Vielen Dank an Gemini. Wie ich mich an den Film erinnere, wird er ausgezeichnet beschrieben. Ich hätte es kaum so gut formulieren.
Ich kann mich sehr gut an die Diskussionen erinnern, die ich mit Carmen zu diesem Film als externer, homöopathischer Berater geführt habe. Ein Freund hatte uns zusammen gebracht, weil Carmen die Stimme und Meinung eines Unternehmers suchte. Ich meine, dass ich so sogar einen kleinen Beitrag zu diesem Film geleistet habe.
Allerdings ich es nicht in Vor- oder Abspann hinein geschafft habe. 🙂
Aber sei es darum. Es war ein unterhaltsamer und sachlicher Film. Der aber Abgründe zeigt! Ich habe ihn mindestens zweimal gesehen. Einmal auf der Berlinale in Berlin (als geladener Gast) und dann noch mal hier in München. Ich weiß noch, dass ich auf der Berlinale mit einem schrecklichen Schnupfen unterwegs war – und dass das in der beginnenden Corona-Zeit nicht ganz unkritisch war.
RMD


