Eine Anekdote aus dem Manager-Alltag:

Da bekomme ich eine wunderbare Bewerbung. Spitzenmäßig. Und freue mich so richtig.

Und ganz unten lese ich bei persönliche Vorzüge:

Sehr belastbar.

Da erschrecke ich zu erst.

Warum?

Weil ich das doch gar nicht will. Ich möchte Kollegen, die Mut haben. Die über die Kraft verfügen, Freude zu entwickeln und andere mitreißen zu können. Menschen, die sich in gesundem Maße fürs Unternehmen einsetzen. Die aber auch emotional und sensibel sein dürfen und sollen, und die auch „Nein“ sagen können. Mitarbeiter, die sich selbst schätzen und mögen. Weil sie nur dann andere schätzen und mögen kömmen.

Aber ich wünsche mir keine „belastbaren“ Menschen. Das ist etwas für die Mottenkiste des Managements. Hinein damit und Deckel drauf.

Aber keine Sorge – ich weiß, wie das mit dem „belastbar“ gemeint war.

RMD

2 Kommentare

  1. Sehr ermutigender Beitrag.Insbesondere für mich als Berufseinsteiger ..ich halte nicht soviel von dem Begriff „humankapital“.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Suche

Kategorien

Aktuelle Umfrage

Wie würden Sie die EURO-Krise meistern?

Ergebnisse anzeigen

Wird geladen ... Wird geladen ...
Engelstränen - oder die plötzliche Verdrängung der Weihnachtsengeln

Engelstränen - oder die plötzliche Verdrängung der Weihnachtsengeln

  Nun – für alle, die schon alt, Sogar den Abschied sehn alsbald, Ist es sehr schwer, sich zu gewöhnen,…
Treffen sich zwei Rodenbacher - Folge 3

Treffen sich zwei Rodenbacher - Folge 3

Im Rahmen der  1000-Jahrfeierlichkeiten in Rodenbach bei Hanau, trat auch die Autorengruppe Wortspieler mit ihrem „Jubiläumsgetuschel“ auf. Der Autor war…
Rodenbach und das Osmanische Reich

Rodenbach und das Osmanische Reich

Im Rahmen der  1000-Jahrfeierlichkeiten in Rodenbach bei Hanau, trat auch die Autorengruppe Wortspieler mit ihrem „Jubiläumsgetuschel“ auf. Der Autor war…
SUCHE
Drücken Sie "Enter" zum Starten der Suche