
(Hinweis: Das komplette Titelbild findet man auch in diesem PORTOFOLIE).
EINSCHUB: Hier mein persönliches Manifest (kopiert aus duerre.de; nachempfunden dem agile manifesto):
Manifesto for Life
We are looking for values that make it possible to live in joy and with courage
and we try to live said values in our own lives and when in contact with others.
Looking for these attitude of mind, we learned to appreciate:
- Self-responsibility and self-organisation beat being controlled by others and immaturity!
- Values and positions (mind-set) beat morals and dogmata!
- Love and peace beat hatred and war!
- Freedom and abstinence beat suppression and extravagance!
- Trust and transparency beat distrust and secrecy!
Signed by me and friends
Besonders viel Spaß haben mir neun Zitate gemacht, die ich gesammelt und in unregelmässigen Zeitabständen auf meiner STARTSEITE in duerre.de „per Hand“ausgetauscht habe. Da kann man auf duerre.de immer eines davon sehen, oft bleibt das dann länger dort stehen. Die anderen acht kann man während dessen nicht sehen, was ich schade finde!
Deshalb fasse ich alle in duerre.de rotierten Zitate jetzt hier in diesem Post zusammen und verweise in IF.de auch auf diesen Artikel.
Ich beginne mit B (Benjamin Franklin) und mache alphabetisch weiter 🙂
Benjamin Franklin
» Jene, die grundlegende Freiheit aufgeben würden, um eine geringe vorübergehende Sicherheit zu erwerben, verdienen weder Freiheit noch Sicherheit. «
» Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety. «
Benjamin Franklin (1706-1790)
Laut wikiquote stammt dieses Zitat tatsächlich von Benjamin Franklin.
Bertrand Russell
» Jeder Zuwachs an Technik bedingt, wenn damit ein Zuwachs und nicht eine Schmälerung des menschlichen Glücks verbunden sein soll, einen entsprechenden Zuwachs an Weisheit.«
Bertrand Russell (1872 – 1970)
Anmerkung:
Das Gedankenexperiment von der „Teekanne im All“ (oft als Russells Teekanne bekannt) wurde in der SRF-Reihe Filosofix anschaulich als animierter Kurzfilm umgesetzt wurde. Es geht direkt auf Bertrand Russell zurück.
Russell hat diese Metapher 1952 in einem (damals unveröffentlichten) Artikel mit dem Titel „Is There a God?“ formuliert, um das Prinzip der Beweislast (burden of proof) zu veranschaulichen.
Friedrich Nietzsche
» „Meine Gedanken“, sagte der Wanderer zu seinem Schatten, „sollen mir anzeigen, wo ich stehe; aber sie sollen mir nicht verraten, wohin ich gehe. Ich liebe die Ungewissheit um die Zukunft und will nicht an der Ungeduld und dem Vorwegkosten verheißener Dinge zugrunde gehen.“ «
Friedrich Nietzsche (1844 – 1900)
Die fröhliche Wissenschaft, drittes Buch, 287.
Nietzsches berühmtester Satz war „Gott ist tot“. Er erschien erstmals 1882 in „Die fröhliche Wissenschaft“, aber nicht als triumphale Proklamation sondern als düstere kulturdiagnostische Beobachtung.
Jolly Kunjappu
» Sei anders, sei du selbst (einzigartig) «
» Be different be yourself (unique) «
und
» Sei kein Sklave eines Systems, sei Meister deines eigenen Lebens «
» Don’t be a slave of a system, be a master of your own life «
Jolly Kunjappu
(aus ASK AN ANSWER; 2016)
Friedrich Wilhelm Schelling
Der ist beglückt,
der sein darf was er ist,
der Bahn und Ziel
mit eignem Auge misst.
Friedrich Wilhelm Schelling
Friedrich Wilhelm Joseph Schelling, ab 1812 Ritter von Schelling (* 27. Januar 1775 in Leonberg, Herzogtum Württemberg; † 20. August 1854 in Ragaz, Kanton St. Gallen), war ein deutscher Philosoph.
Lucius Annaeus Seneca
» Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer! «
Lucius Annaeus Seneca (1. v. Chr. – 65 n. Chr.)
(Werk: Moralische Briefe an Lucilius [Epistulae morales ad Lucilium], XVII/XVIII, CIV, 26)
Mark Twain
» Trenne dich nie von deinen Illusionen!
Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
aber aufgehört haben zu leben. «
Mark Twain (1835 – 1910)
eigentlich Samuel Langhorne Clemens, US-amerikanischer Erzähler und Satiriker.
Paul Valéry
» Si l’Etat est fort, il nous écrase;
s’il est faible, nous périssons. «
Hier meine Übersetzung:
» Wenn der Staat stark ist, unterdrückt er uns,
wenn er schwach ist, gehen wir unter. «
Woody Allen
„Erfolgreich zu sein, heißt, anders als die anderen zu sein.
Woody Allen *1935
US-amerikanischer Komiker, Regisseur, Autor und Musiker
Ich habe nochmal nachgezählt. Es sind tatsächlich nur neun Zitate gewesen. Ich habe lange gesucht, und viele Zitate gefunden, die mir gefallen haben und die ich genutzt habe.
Dazu habe ich damals – es war ja noch die Zeit vor KI und auch Internet – viele Büchlein gesammelt, (wie „Seneca für Manager“ und ähnliche). Die sind immer mehr geworden.
Und immer wenn ich eine Rede oder einen Vortrag vorbereitet oder eine Botschaft (wie Weihnachtswünsche oder persönliche Glückwünsche …) entworfen habe, habe ich diesen Schatz nach passenden Zitaten durchsucht. Insgesamt habe ich so vermutlich mehr als 100 Zitate und „Sprichworte“ verwendet.
In duerre.de habe ich die verwendet, die mir am wichtigsten waren. Diese Acht waren mir so wertvoll, dass sie regelmäßig dort rotieren durften. Ich meine, dass sie alle „biophil“ sind, also das Leben bejahen. Von mir als nekrophil empfundene Autoren habe ich nie genutzt.
Vielleicht sollte ich zwei davon streichen, dann wären es nur noch sieben und ich hätte die magische Zahl „7“ erreicht? Aber welche beiden streichen? 🙂
Ein Wermutstropfen aber bleibt. Den habe ich in meiner letzten misslungenen Schaffens-Periode (Biophile-Projekt) erfahren:
Was haben alle die tollen Sprüche dieser „großen Geister“ der Menschheit (und auch meine Aktivitäten) uns (, den Menschen) gebracht?
Ich fürchte, erstaunlich wenig!
Nämlich fast nichts!
Denn ich glaube mittlerweile, dass man das Leben nicht mit klugen Sprüchen beschreiben kann. Die schönsten Worte vermögen es nicht. Die Sätze bleiben hohl. Ich muss selber und gemeinsam mit anderen LIEBEN und LIEBEN. Und das geht nicht mit Gehirne, rationalen Theorien und klugen Sätzen!
Anmerkung:
Das könnte auch der Grund sein, das ich „Kant“ nie zitiert habe. Der war für mich – wie manch anderer der großen deutschen Dichter und Denker – immer ein „rotes Tuch“. Und so gehört er nach meiner (Außenseiter-)Meinung eher in die Mülltonne der Geschichte).
Shame on me! Ich freue mich auf einen schönen shit storm! 😉
Allerdings:
Trotz meines „kulturellen Pessimismus“, den ich mir besonders im Biophilie-Projekt erworben habe, haben meine 9 Zitate (und die vielen anderen, die ich auch verwendet habe), mir einen großen Nutzen gebracht:
Sie haben mein Leben geprägt und mir auf meinem Wege als Orientierung gedient.
So haben sie mich glücklich und zufrieden gemacht. Dank ihrer denke ich gerne an mein Leben zurück!
Und dieser Artikel wäre ohne sie nicht möglich gewesen. 🙂
RMD