Corona, die Zweite.

Was bringt die Zukunft?

Mein erster Artikel zu Corona war eine zynische Betrachtung sein. Oft hilft es ja, wenn man sich über bedrohliche Dinge lustig macht.

Die Entwicklung hat sich in eine Richtung verschoben, so dass das Thema eine seriöse Betrachtung wert ist.

Wir haben jetzt eine von Angst dominierte Mehrheitsmeinung, die von allen Experten und Politiker für die politisch korrekte erklärt wird. Kaum einer traut sich zu widersprechen oder -setzen. Eine davon abgehende Meinung erfordert ganz schön Zivilcourage. Also wird gebetsmühlenartig gesagt.

  • Gesundheit geht vor!
    Damit ist aber nicht gemeint, dass Menschen immun werden, sondern
    „Nichtansteckung um jeden Preis“!

Das ist eine gefährliche These. Die ist jetzt fast schon zum völkischem Konsens geworden. Alle Maßnahmen werden diesem Ziel unterstellt. Obwohl das Ziel gar nicht mehr zu erreichen ist. Was an sich immer schon gefährlich ist.

Alle scheinen sich unkritisch dieser Meinung zu unterwerfen. Wir haben eine hochansteckende Krankheit, die weltweit ihre Opfer sucht und findet. Jetzt wollen wir das unmögliche schaffen. Und mit schwachen Werkzeugen eine Weiterverbreitung einer Seuche einschränken, die schon da ist.

Denn die Seuche ist da, sie ist frei gelassen, hoch ansteckend und im Umlauf. Sie funktioniert. Wir haben keinen verläßlichen Impfstoff, kein Medikament. Der einfache und zuverläßige Test auf das Virus scheint genauso schwer wie ein Antikörpernachweis. Wir laufen ihr hinterher.

So dürfte uns aktuell nur ein funktionierendes Immunsystem helfen, das wir mit kleinen Schritten unterstützen. Und das baut zuerst Mal die Natur. Das scheint ja auch bei vielen Menschen zu funktionieren.

Für das Ziel „Nichtansteckung um jeden Preis“ sind wir bereit einen beliebig hohen Preis zu zahlen. Wird das funktionieren? Vielleicht verläuft die Seuche im Sande. Wenn aber nicht, was ist dann?

Ich meine, dass bei jeder Entscheidung – so auch der für „Nichtansteckung um jeden Preis“ – eine „sittlich verantwortete Güterabwägung“ erfolgen muss. Folgende Fragen sind zu beantworten:

  1. Wie groß ist der Schaden der Ansteckung?
  2. Welchen Schaden richten die Maßnahmen an, die die Ansteckung vermeiden und zurückdrängen (beides laut Experten unrealistisch) oder zumindest verlangsamen sollen?

Auf jeden Fall sollte 1. (der Nutzen der Verlangsamung der Verbreitung) größer sein als der Schaden 2. (den die Maßnahmen zur Verlangsamung verursachen). Wenn die Maßnahmen mehr kaputt machen als der eingedämmte Schaden wert ist, dann ist die Strategie falsch.

Wir scheinen Glück im Unglück zu haben. Der aktuelle Virus scheint die Menschen nicht so zu Grunde richten wie zum Beispiel der AIDS-Virus. Er scheint vor allem Menschen zu gefährden, die Vorerkrankungen und ein höheres Alter haben. Junge und gesunde Menschen wie auch Kinder haben in der Regel einen harmlosen Krankheitsverlauf. Hoffentlich bleibt das so.

Insofern könnte der Gedanke einer „gesteuerten“ Ansteckung nicht ganz falsch sein. Auf lange Sicht bleibt uns eh nichts anderes übrig.

Wenn wir uns – das nur als Beispiel – auf den Schutz der Menschen konzentrieren würden, die als Risikogruppen (vorgeschädigt, Ü60 oder Ü70, …) eingeschätzt werden und die anderen Infizierungen in Kauf nehmen würden, dann könnte der Verlauf der Seuche positiv beeinflußt werden. Immer mehr Menschen würden immun werden und hätten einen Herdenschutz.

Entwicklungen, gegenüber denen man machtlos ist, muss man sich zu nutze machen. Aktuell stemmt sich die Menschheit gegen die Epidemie, an Stelle zu überlegen wie sie die Entwicklung nutzen kann, um die Schäden zu minimieren.

Folgende Frage müssten wir  uns stellen: Wie schafft man es, bei der Bekämpfung von Korona sich Korona zu nutzen zu machen? Wie man dem Waldbrand mit Feuer begegnet?

Angst findet im Kopf statt. Blind der Angst zu folgen, ist kein guter Ratgeber. Leicht macht man dann das kaputt, was man bewahren will. Man darf doch nicht die Gesellschaft aus Hysterie schädigen oder zerstören. Es geht darum, dass Virus in den Griff zu kriegen.

Das gegenwärtige Handlungsmuster passt gut in unsere Welt. Bei uns sind die Verwalter, Systemagenten, Bürokraten, Gezähmten, Mutlosen und Lebensfernen in den verantwortlichen Positionen.  Die Devise heißt: Nichts falsch machen. Also ruft man nach Gesetzen und Regeln von höherer Stelle. Und will ja nichts riskieren. Dann plappert man lieber hohle Sätze nach, wie wir sie die letzten Tage so oft gehört haben. Und opfert die Realität den Dogmen und scheinbarer Vernunft.

Der erste Schritt wäre, dass man sich eingesteht, dass Korona Opfer kosten wird. Auch Menschenopfer. Das müssen wir akzeptieren. So wie wir das ja auch machen, wenn es um andere Krankheiten (Fettleibigkeit, Tabak, Alkohol …) oder Themen (KFZ-Verkehr, Umweltverschmutzung und -zerstörung, Kriege …) geht.

Es scheint allgemeiner Konsens bei den Experten zu sein, dass so eine Korona-Epidimie keine Million an Opfern  weltweit fordern dürfte.

Mit Autos werden jeden Jahres 1,3 Millionen Menschen im Jahr und auf der Welt getötet. Auf grausame Art und Weise. Die zusätzlich ein mehrfaches an Opfern mit erheblichen körperlichen Schäden bewirken. Das akzeptieren wir, weil „es anders nicht geht“.

Es gibt leider keine Mehrheit für die „vision zero“. Oder würden Sie, um diese 1,3 Millionen Toten abzuwenden, ähnliche Einschränkungen wie jetzt für Corona akzeptieren? Auch ist da eine mächtige Lobby davor.

Hier ein vielleicht als zynisch empfundener Hinweis, der aber gar nicht so gemeint ist: Der Frühling steht vor der Tür. Da füllen sich die Intensivstationen wieder mit halb oder ganz toten Motorradfahrern.

Vielleicht sollte man ab sofort das Motorrad-Fahren verbieten, um die Betten für die erwarteten Korona-Patienten freizuhalten. Aber vielleicht ist ja das ganze Gespenst bis nach den Osterferien vorbei.

RMD

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