Corona aus aktuellem Anlass

Gestern hat mich eine kleine Nachricht geschockt. Die Nerze in den Zuchtfarmen müssen „gekeult“ werden, weil sie das Corona-Virus verbreiten. Mein erster Gedanke war, dass die armen Nerze wohl vom Menschen angesteckt worden sind. Der zweite, dass der Virus anscheinend doch zwischen Menschen und Tieren übertragen werden kann.

Corona im Herbst

Der dritte war dann: Wieso gibt es eigentlich noch Zuchtfarmen für Nerze? Ich kenne niemanden mehr, der Nerz trägt. Oder gar sich einen neuen kauft. Und der vierte: Gab es da nicht viele Kleinzüchter, die Nerze in ihrem Keller gezüchtet haben und sich so ein bisschen Geld nebenher verdient haben? Dann kam noch der fünfte: Vielleicht ist es das beste für die armen Tiere, so wie sie gehalten werden.

Gedankenexperiment mit Haustier

Ich lade Euch zu einem Gedankenexperiment ein. Es gibt Tiere, die sind knuddelig. Auf Neudeutsch sind das unsere lieben „pets“. Wieviel Menschen lieben ihre Katze oder ihren Hund. Mehr als einen Menschen. Für viele sind die Tiere nicht nur „pets“ sondern richtige und wichtige Lebensgefährten.

Nehmen wir jetzt an, Hund und Katz (oder gar Pferd) würden das Virus übertragen? Die Bekämpfungs-Logik unserer Herrschenden ist klar – dann müssen alle Katzen und Hunde (und Pferde) sofort getötet werden. Anschließend werden die Betroffenen entschädigt. Weil Geld ja alle Wunden heilt. Und staatlich gesehen kein Wert mehr hat. Wir haben ja die EZB.

Werden Haustiere humaner behandelt als Menschen?

Nehmen wir an, dass man die süssen pets ein wenig humaner behandeln wird als Menschen, dann haben wir das bekannte Problem mit Testkapazitäten und Impfstoffen. Das wird bei den Tieren auch nicht funktionieren. Die neue nationale Hymne heißt „Gesundheit über alles“, so es wird doch aufs „Keulen“ rauslaufen.

Was aber machen wir, wenn die Überträger Eichhörnchen, Mäuse, Kröten, Spinnen oder andere sind. Oder vielleicht gleichzeitig mehrere Tierarten das Virus übertragen? Beschleunigen wir dann die Abnahme der Artenvielfalt noch ein bisschen mehr?

Ich meine, mein Gedankenexperiment zeigt, wie falsch die gegenwärtige Corona-Politik (weltweit) ist. Es fehlt unter anderem ein mutiges Risiko-Management, eine ganzhaltige Sicht auf die Problematik und der feste Wille, die Ursachen herauszufinden.

Kopf in den Sand

Denn was macht Mensch, wenn er keine Lust hat, den vielleicht erschreckenden Tatsachen auf den Grund zu kommen? Er redet sich einfache Erklärungen ein, die ihm zu pass kommen. Zum Beispiel, dass die Übertragung nur von Mensch zu Mensch geht und man nur AHA machen müsse. Dann würde man die Wellen brechen und die Gegner bezwingen. Klingt ein wenig naiv, so wie der kleine Maxi denkt …

Mir fehlt auch etwas anderes, das ich noch schlimmer empfinde:
Ich vermisse den klaren Willen, die Seuche in den Griff zu kriegen.

Will man Corona wirklich eindämmen?

Das könnte mit Big Data gelingen. Ich bin wirklich kein Freund von solchen buzzwords wie big data und künstliche Intelligenz. Wie oft habe ich hier im Blog gegen die smarten boys Stellung genommen, die versprechen damit alle Probleme zu lösen. Und von den Daten als dem Rohstoff des 21. Jahrhunderts faseln.

Wenn es dann aber mal ein heftiges Problem gibt (wie Corona), bei dem big data wirklich nützlich sein könnte und wahrscheinlich als einziges die Erklärungsmuster liefern kann, die wir brauchen, was machen wir dann? Wir sägen diesen Ast ab. Die Säge heißt DSGVO und die Daten werden zum Grundrecht hochstilisiert.

So haben wir uns die Möglichkeit, mit big data die Übertragungswege zu finden, vorsätzlich und wie ich finde auf kriminelle Weise verbaut.

Das Geheimnis bei big data ist ganz einfach: Big Data kann nur funktionieren, wenn man Daten von hervorragender Qualität hat. Transparente und zuverlässige Daten bekomme ich nur, wenn ich eine entsprechende Ausgangssituation schaffe. Das geht mit Datenschutz (und der Corona-App) nicht. Wasch mich, aber mach mich nicht nass! – funktioniert im Leben halt nicht.

Wir haben uns das Werkzeug big data selber aus der Hand geschlagen. Und wundern uns jetzt, wie gut „die Asiaten“die Krise beherrschen. Die einfach einen bisschen kollektiveren Ansatz wählen.

Ich will eigentlich nicht „ethisch“ argumentieren, das ich kein Freund von Moral bin. Aber eine einfache Güterabwägung zwischen dem Ausserkraftsetzen eines „unmoralischen Datenschutzes“ (wenn dann ist die Transparenz eine Tugend und nicht die Geheimniskrämerei) und der Existenz von Menschen und dem Aufrechterhalten des gemeinsamen Lebens / Wirtschaften hätte ich von unseren Herrscher*innen schon erwartet. Oder haben die Machttrunkenheit in der Krise ihr Gehirn vernebelt?

Mein Gedankenexperiment macht noch mehr klar. Nehmen wir an, der sensationelle Herbstanstieg an Infektionen wird durch die Übertragung durch eine oder mehrer Tiergattungen verursacht?

Wenn es nicht so traurig wäre, würde ich mich schief lachen über die Straßenbilder mit all den maskierten und depressiv schauenden Menschen, über den Lockdown, das Schließen der Gaststätten, Theater und Konzertsäle, über die Ängstlichen, die sich daheim verbarrikadieren … . Wie kann Mensch nur so dumm sein? Leben wir noch im Mittelalter?

Ich bin ziemlich angefressen und weiß nicht, ob wir uns gerade mit Dummheit oder Bosheit ruinieren.

RMD

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