Wissenschaft und Gesellschaft im Dienste der Entmündigung

Was für eine pompöse Überschrift. Die Corona-Zeit legt mir eine grauenhafte Klarheit auf den Gabentisch. die mich entsetzt. Wir werden dumm gehalten, manipuliert und stillschweigend entmündigt.

Fangen wir mit dem Wissen an. Wo kommt es her?

Die Wissenschaft schafft Wissen

Aber wie schafft sie es? Rohstoff für das Wissen sind Daten. Die kann man durch durch Experimente oder/und Messen gewinnen. Um die richtigen Experimente und Messmodelle zu finden, bedarf es Kompetenz und Kreativität.

Aus den Daten gewinne ich Ergebnisse zu, indem ich die Daten auswerte und verarbeite. Dabei muss ich streng die Regeln der Logik und mathematischen Beweisführung einhalten!

Bei Corona hat die Wissenschaft in einem wesentlichen Teil versagt

NICHT VERSAGT hat sie nach meiner Bewertung bei der Erstellung von Impfstoffen. Das war sie sehr auf Zack (wenn die aktuellen Annahmen stimmen). Es wurde mal wieder belegt, dass die Aussicht „superreich werden zu können“ sprich unendlich viel Geld zu verdienen als Motivation nicht so schlecht zu sein scheint. Dann geht auch die Entwicklung von einem hoch komplexen Impfstoff plötzlich rasend schnell.

KOMPLETT VERSAGT hat sie aber bei der Erforschung der Krankheit. So gibt es bis heute noch keine belegte Theorie über die exakten Verbreitungswege. Und wir erfüllen viele Rituale eines gigantischen und zerstörenden Kargokultes, wie er bei allen Epidemien seit dem 16. Jahrhundert gepflegt wurde. Und bekämpfen die Seuche von heute mit den selben Methoden wie man sie im 19. Jahrhundert bekämpft hat. Die damals nachweislich falsch waren und auch da schon riesige gesellschaftliche Schäden angerichtet haben.

Das hätte man wissen können, wenn man die Geschichtsbücher zu Seuchen wie Cholera gelesen gelesen. Es ist immer unteroptimal, wenn man dieselben Fehler zweimal macht. Auch die beste Fehlerkultur erwartet, dass man schlimme Fehler nur einmal macht.

So hat unsere Reaktion riesige ökonomische Schäden verursacht und die Existenz vieler Menschen ruiniert. Und der Staat finanziert großzügig aber ungerecht die Schäden. Oft sogar unwirksam, weil die Cleveren und nicht die Redlichen das Geld bekommen ((siehe Krankenhausstützung). Die Finanzierung wird durch eine gigantische Schuldenaufnahme bzw. Geldmehrung ermöglicht. Durch diese maßlose Generierung von Geld wird der öffentliche Haushalt und wahrscheinlich auch unsere Währung zerstört.

Geschichtliche Vergleiche sind derzeit beliebt. Wie oft musste ich hören „Corona hat uns die schlimmste Krise seit 1945 beschert“. Das ist eine unredliche Verniedlichung der Zeit um 1945! Ich würde es so formulieren: „Wir können nur hoffen, dass die kommende Inflation nicht so schlimm werden wird, wie es nach dem 1. Weltkrieg kam“.

Warum hat die Wissenschaft versagt?

Das die Politik in solchen Krisen versagt, ist normal. Als Beispiel muss man nur ihr Versagen in den letzten Jahren betreffend der Zerstörung unserer Lebensbasis, unseren Planeten betrachten.

Da hat sie in allen Dimensionen, ob Artensterben, Bodenvernichtung, Energie, Klima, Wasser … nichts erreicht und im Gegenteil neue Dummheiten groß gemacht. Und ist immer den Vorgaben des Lobbyismus einer zahlenmäßig kleinen Klasse gefolgt, die mit dem Prinzip des „Gewinne privatisieren und Verluste sozialisieren“ mehr als die Hälfte der Weltwerte zum Eigentum einiger weniger Familien gemacht hat.

Die Wissenschaft könnte helfen. Aber sie braucht Experimente und qualifizierte und belastbare Daten. Das könnte der Macht gefährlich werden. Also hat man mächtige Gegner aufgebaut! Die Geschwister „Ethik“ und „Datenschutz“. Sie verhindern Klarheit und Transparenz.

Die Ethik wurde so zum Feind des Experiments gemacht!

Sie nutzt den „Speer“, dass „menschliches Leben über alles geht“!

Wir hätten die Regeln, die wir verordnet worden sind, doch in einem definierten Rahmen ausprobieren können oder müssen? Irgend ein Landkreis wäre bestimmt geeignet und bereit gewesen, das Leben ohne Maskenzwang, Theater-, Lokal und Schwimmbadschließungen für ein paar Wochen weiterzuführen. Gerne unter Laborbedingungen. Dann wären wir vielleicht weggekommen vom Spekulieren und hätten valide Annahmen. Denn verifiziert ist es keinesfalls, dass der erste Lockdown die kausale Ursache des schnellen Absinkens der Corona-Fälle im Frühling war. Das ist eine ziemlich willkürliche Annahme, die gegen alle Regeln der Logik verstößt.

Das Schwimmbad als Ansteckungsursache

Ich bringe hier ein persönliches Beispiel. Seit zirka 20 Jahren schwimme ich regelmäßig mehrmals die Woche. Das tut mir wahnsinnig gut, psychisch wie physisch. Immer wenn ich das Schwimmen ein paar Tage am Stück ausfallen lasse, dann geht es mir schlechter.

So war ich heilfroh, wie nach dem erstem Lockdown das Freibad in Unterhaching und das Hallenbad in Ottobrunn wieder geöffnet hatte. Und es mit mir und meiner Fitness wieder aufwärts ging.

Und dann kam der Lockdown light. Und die Schwimmbäder wurden zum 1. November wieder geschlossen. Obwohl in ganz München und Oberbayern wohl kein einziger Ansteckungsfall in einem Schwimmbad belegt wurde.

Warum wird den Schwimmbädern unterstellt, dass sie Hotspots der Ansteckung wären. Ich dachte, im Rechtsstaat gilt „in dubio pro reo“ (Im Zweifel für den Angeklagten). Mir geht es nach 30 Tagen Zwangspause jeden Tag ein wenig schlechter.

Der Datenschutz wurde zum genialen Verhinderer von Klarheit

Hier kommt der zweite Übeltäter, das Schwert „Datenschutz“, dessen Spitze mit dem Gift DSVGO einschmiert ist. DSVGO und DATENSCHUTZ werden überhöht, um die geforderte Transparenz unserer gesellschaftlichen Prozesse zu verhindern und quasi nebenbei vom Abbau der Grundrechte und der schrittweise erfolgenden Demontage des Rechtsstaates ablenken.

Mit der Datenschutz-Software sind wir dressiert worden, brav Haken zu setzen, dass wir etwas gelesen und verstanden hätten, dass uns in Wirklichkeit nicht die Bohne interessiert. Wir werden täglich gezwungen, Dinge die wir gar nicht verstehen (Cookies) auf unsere Rechner zu lassen. Weil es anders gar nicht mehr geht, fügen wir in unser Schicksal als Zustimmungs- und Einwilligungsbürger, auch wenn das ganze völlig sinnlos ist. Oft wird uns klar gemacht, dass allein schon die Nutzung eine explizite Zustimmung bedeutet.

So werden wir dressiert, dass wir das, was man uns anordnet, befolgen.

Bei der Corona-App hat und der Datenschutz aber nicht nur zu gehorsamen Bürgern gemacht sondern auch geschadet.

Datenschutz ist Täterschutz

Diesen Satz habe ich als unsäglich empfunden. Jetzt stelle ich fest, dass er eine gewisse Richtigkeit hat. Nämlich dass er hilft, die Machenschaften der Regierenden, Lobbyisten und Mächtigen zu verschleiern. Und das ist doch auch eine Art von Täterschutz.

Der Datenschutz hat verhindert, dass die Corona-App ihren Nutzern dabei hilft, die Ansteckungswege rausfinden zu können. Das geht mit händischen Werkzeugen schon bei kleinen Fallzahlen nicht. Wenn sie größer werden, braucht man erst recht gute IKT-Werkzeuge.

Immer wenn Anwender eine Transparenz haben wollen, wie zum Beispiel bei Aufgaben wie Buchführung, Warenwirtschaft oder Lagerhaltung, geht es nicht mit einem Datenschutz der zu verwaltenden Objekte (Konten, Fertigungsströme oder Waren). Wie soll eine Bilanz, ein Montage-Band oder ein Lager organisiert werden, wenn man nicht wissen darf, welche Konten es gibt und welche Inhalte die haben, welche Teile man hat und was man produzieren will oder wo welche Güter im Lager sind?

Wie soll ein Tracking-System funktionieren, wenn die Teilnehmer nicht wissen dürfen, wer wann wo war und was er da gemacht hat?

Ich bringe auch hier ein persönliches Beispiel.

Die Barbara und ich nutzen natürlich die Corona-App. Wir haben sie gleich beim Erscheinen runtergeladen und sind seitdem im Moldus „Risikoermittlung dauerhaft aktiv.“ Die Anzeige bei mir immer (und ist aktuell) „Bisher keine Risiko-Begegnungen“. Vor ein paar Wochen hatte ich mal „2 Begegnungen mit geringem Risiko“. Die magisch dann wieder verschwanden.

Meine Frau ist brav und hatte auch nie so eine Meldung. Letze Woche ist sie mit dem Zug zu einem Termin nach Augsburg gefahren. Und ein paar Tage später hatte sie auch „n Begegnungen mit geringem Risiko“.

Daraus hat die Barbara geschlossen, dass die Begegnungen im Zug statt gefunden haben. Das kann ja auch so sein. Nur – in meiner Lebenserfahrung waren die Lösung für solche Rätsel meistens ganz andere als die so naheliegende Annahme.

Entmündigung durch Software

Für mich ist das bezeichnend. Die Software teilt uns nicht mit, was sie weiß. Denn sie muss wissen, wann die Begegnung war, wenn sie diese nach einem bestimmten Zeitraum wieder löschen will. Wenn sie z.B. uns auch den Zeitstempel der Begegnung mitteilen würde, würden wir wissen, ob diese im Zug war. Das wir diesen Zeitpunkt nicht erfahren dürfen (wie noch vieles mehr), ist eine willkürliche Entmündigung.

Entmündigung verhindert, dass wir lernen können. Wenn ich z.B. weiß, dass meine Risikobegegnungen regelmäßig in der U-Bahn statt finden, dann könnte ich daraus lernen, dass ich die U-Bahn meiden sollte. Aber so? So bleibe ich und auch der Schwarm, den wir ja bilden DUMM.

Und dann wundert man sich, dass die Fallzahlen nicht runtergehen.

Als Trost bleibt mir aber, dass diese kleine Entmündigung durch die App bei weitem nicht so schlimm ist wie die große Entmündigung, die ich täglich erleiden muss. Darf ich doch nicht mehr ins Restaurant zum Essen, Schwimmen, ins Theater, Kino oder Konzert gehen. Obwohl es keinen validen Beleg gibt, dass dies Gefahrenherde sind. Wobei meine Entmündigung ich immer noch harmlos ist im Vergleich zu den Menschen, deren Existenz gefährdet ist.

Und wenn ich schaue, wenn dank einer weltweiten Manie der Angst Beschlüsse und Gesetze, die uns entmündigen und in denen das Unwort „erm……..“ des öfteren vorkommt, schnell durch die Instanzen gewunken werden und dann am Abend auch noch der Bundespräsident zur schnellen Unterschrift kommt, dann mach ich mir Sorge um unsere Rechtsstaatlichkeit wie die der EU.

Und je öfter ich „wir“ höre ,von Leuten die damit immer die „anderen“ und nicht sich selber meinen und die Sprüche sich mehren, dass man gegen etwas diszipliniert kämpfen müsse, weil der Feind keine Gnade kennt und die Gefahr des Dammbruchs beschworen wird, desto unwohler fühle ich mich in meiner Haut.

Mit Angst lässt es sich leicht regieren, dies nicht nur in Polen und Ungarn, sondern auch in Frankreich und Deutschland.

Und das Fingerzeigen auf asiatische und südamerikanische Länder erscheint wie ein Ablenkungsmanöver, das von man hier ähnliche Strukturen anstrebt.

RMD

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Eine Antwort

  1. Hallo Roland,

    beim Thema Datenschutz muss ich natürlich antworten ;-).

    Bei der Warn-App ist „die Regierung“ sogar vergleichsweise unschuldig, da hier Apple und Google ziemlich detailliert vorgegeben haben, was die Apps können dürfen. Sonst wären die Apps auch nicht über alle Länder so vergleichsweise kompatibel. Und die beiden Firmen haben auch geprüft, ob die Apps ihre Anforderungen entsprechen, also ob Deutschland hier alles korrekt gemacht hat. Das ist für mich so einmalig, dass Firmen zumindest teilweise bestimmen und bewerten, was Regierungen tun (können). Ob bei einer freien Gestaltung in Deutschland was Besseres herausgekommen wäre, bleibt natürlich offen.

    Wikipedia:
    „Anfangs schien es so, dass sich dank der Unterstützung der Bundesregierung der „zentrale Ansatz“ für eine deutsche Contact-Tracing-App durchsetzen würde. […] Im Verlaufe der Diskussion wurde von Seiten der Bundesregierung gesagt, dass über die App zusätzliche Erkenntnisse für die epidemiologische Forschung gewonnen werden sollen. […] Die beiden US-Technologieriesen Apple und Google beharrten aber auf einer dezentralen Speicherlösung für Corona-Apps. Daran werde nicht gerüttelt. Das hatte Gewicht, denn 99 Prozent aller Smartphones weltweit nutzen ein Betriebssystem von Apple oder Google.[…] Technisch war die Bundesregierung also auf ein Entgegenkommen der beiden Unternehmen angewiesen. “

    Also hier ist der europäische Datenschutz *völlig* unbeteiligt.

    Und zur Krise muss ich auch was antworten, auch wenn es grundsätzlich völlig unabhängig von Corona ist:

    Sieht man sich die Entwicklungen in der Vergangenheit an, gab es nie kontinuierliches Wachstum, es kam immer an ein Ende, meistens leider zu einem dann folgenden nahezu kompletten Neuanfang nach einem Krieg. Auch Corona wird hier zumindest eine starke Delle erzeugen. Wenn es wirklich ein Zusammenbruch der Weltwirtschaft werden sollte (was ich keinesfalls glaube, warum auch), wäre es mir immer noch lieber, als ein Krieg. Aber eigentlich haben wir so viele Güter, dass die (reiche) Menschheit (also Europa, USA etc.) auch ein oder zwei Jahre komplett ohne Produktion der meisten Güter auskommen würde, der Rest kommt vermutlich auch ohne die Güter aus, weil er sich die nicht leisten kann.

    Und zu deinem Schwimmbad:
    Ich gebe dir recht, es ist erschreckend wenig erforscht. Weder über welche Distanzen man sich anstecken kann, noch ob man sich beispielsweise an „infizierten“ Oberflächen anstecken kann etc. Zumindest ist mir das alles nicht bekannt. Aber leider kommt halt immer die Aussage, dass es nicht nachgewiesen ist, dass dies kein Ort für Massenansteckungen ist. Aber irgendwo muss der doch sein (nicht in Gaststätten, nicht in Geschäften, nicht im öffentlichen Nahverkehr, nicht in den Schulen..).

    Und bevor auch du noch von „erm..“ Gesetzen sprichst, glaube mir, es gibt keinen geheimen Masterplan „von denen“, es gibt nicht mal „die“. Die meisten Leute haben keine Idee, wie unabhängig alle Beteiligten sind, die Ministerien untereinander, die Landkreise gegenüber den Ministerien, die Länder untereinander und die Länder gegenüber dem Bund, die Richter in den Gerichten sowieso. Ach ja, und die Länder innerhalb der EU noch viel mehr. Hier würde man sich oft eine effektivere (zentralistischere) und einheitlichere Steuerung wünschen (aber das übernimmt dann in Zukunft vermutlich auch irgendwann Google und Apple.. oder doch Bill Gates?).

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