Leitfaden für Biophilie

Heute gibt es wieder einen Beitrag von Wolfgang Baldes. Er hat einen Leitfaden geschrieben, wie man das Buch „Im Kerker des Selbstverständlichen“ von Rupert Lay ganz praktisch nutzen kann. Er hat es für uns freigegeben, wir dürfen seine Überlegungen – vielleicht für einen Befreiungsversuch – nutzen.

Hier ist der Leitfaden:


Ein praktischer Leitfaden zu „Im Kerker des Selbstverständlichen“

Kerker und Selbstverständliches 

    • Welche Selbstverständlichkeiten prägen mein Denken und Handeln?
    • Wessen bin ich mir sicher – und zwar so richtig sicher?
    • Wie verteidige ich meine Gewissheiten?
    • Wo spüre ich Widerstand, meine Selbstverständlichkeiten zu hinterfragen? Und warum?
    • Welche Rolle spielen Angst und Bequemlichkeit in meinem „Kerker“?
    • Habe ich ein starkes Bedürfnis nach Sicherheit?

Konstruktivismus 

    • Nach welchen Werteeinstellungen, Erwartungen, Interessen und Bedürfnissen konstruiere ich meine Wirklichkeit (Selbstkonstrukte)?
    • Gibt es Überzeugungen, die ich für „objektiv wahr“ halte, obwohl sie Konstrukte sind?
    • Wie kann ich prüfen, ob diese Konstrukte nützlich oder hinderlich sind?

Ethik der Biophilie 

    • Welche meiner Handlungen dienen dem eigenen und fremden Leben (in all seinen Dimensionen)? Welche schaden ihm?
    • Welche ethischen Dilemmata entstehen, wenn Leben und Freiheit in Konflikt geraten?
    • Gibt es Lebensbereiche, in die ich Reflexion und ethische Verantwortung stärker integrieren könnte?

 

Reflexionsübungen

Selbstbeobachtung 

          • Führe eine Woche lang jeden Tag ein „Selbstverständlichkeitstagebuch“: 
            • Notiere Situationen, in denen du eher automatisch handelst oder denkst. 
            • Reflektiere, welche Annahmen du dabei (unkritisch) übernimmst.

Perspektivwechsel 

    • Wähle ein festgefahrenes Glaubens- oder Denkmodell aus.
    • Formuliere eine gegensätzliche Perspektive, so gut du kannst.
    • Analysiere, was an deiner ursprünglichen Sicht nützlich bleibt, was hinderlich ist.

Biophile Entscheidung 

    • Triff eine konkrete Entscheidung in einer alltäglichen Situation bewusst nach dem Maßstab: „Dient sie dem Leben?“
    • Reflektiere den Unterschied zu deinem üblichen, eher automatischen Verhalten.

Quelle: ChatGPT, überarbeitet und erweitert von Wolfgang Baldes und Peter Gruber


Das klingt doch einfach! Aber erscheint mir trotzdem sehr schwer.

Vielleicht sollten wir es einfach mal so versuchen?

RMD

P.S.
Ich selbst bin mit meinem Werk auch nicht ganz zufrieden. Die Formatierung von wordpress treibt mich in den Wahnsinn. Aber zumindest kann man es lesen …

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