
Hinweis: Für diesen Artikel habe ich KI (Gemini) genutzt. Es hat mir erleichtert, die wesentlichen Fakten zu finden.
Im Metropol-Theater in Freimann läuft aktuell die deutsche Regie-Arbeit von Jochen Schölch:
„Putsch – Anleitung zur Zerstörung einer Demokratie“.
Ich berichte von diesem Stück, weil es mich begeistert und – wie ich hoffe – ein Stück klüger gemacht hat. Ich würde mir wünschen, das möglichst viele von Euch das Stück sehen können. Es zeigt auf grausame Art und Weise, wie man mit Visionen manipulieren kann. Das Stück ist eine hochaktuelle, bitterböse politische Satire.
Worum geht es?
Die Geschichte dreht sich um die populäre Stand-up-Komikerin Klara Milkowski (ein pod-castender Medienstar), die in ihrer TV-Show scharf gegen Diversity, „Ökodiktatur“ und Asylpolitik vom Leder zieht. Ihre Kernaussage ist die kurze Botschaft „Wir wollen scheiß-normal sein“. Als der Sender ihre Show wegen des heftigen Gegenwinds absetzt, bricht ein kalkulierter Aufschrei um angebliche Zensur und fehlende Meinungsfreiheit los.
Eine rechtspopulistische Partei (UHD für „Unser Haus Deutschland“) erkennt das Potenzial, spannt Klara als Kanzlerkandidatin ein und gewinnt die Wahl. Was wie eine sarkastische Komödie beginnt, wandelt sich rasch in ein Beklemmung auslösendes Szenario darüber, wie sich demokratische Institutionen von innen heraus, absolut legal und per Wahlergebnis aushebeln lassen.
Wie ist es inszeniert?
Regie:
Jochen Schölch nutzt das gewohnt puristische, aber wirkungsvolle Setting des Metropoltheaters. Ein zentrales Element auf der Bühne ist ein riesiger, rotierender Holztisch.
Inhalt:
Er balanciert auf Messers Schneide – phasenweise sehr lustig und pointiert, wechselt die Stimmung aber zum Ende hin in eine düstere, kompromisslose Mahnung.
Besetzung:
Unter anderem mit Michele Cuciuffo, Anna Graenzer, Wowo Habdank, Ina Meling, Hubert Schedlbauer und Lea Luisa Schönhuber.
Was hat mir gefallen?
Herausragend waren die Auseinandersetzung über unsere aktuelle modern-komplizierte Welt und unsere eigentlichen Wünsche, die Gefahr des Machtmissbrauchs und die möglichen Ausgänge des Narrativ der Geschichte.
Besondere Höhepunkte:
Das waren Klara Milkowski’s Plädoyer „Klara redet Klartext“ mit der Botschaft „wir alle wollen nur scheiß normal sein“ (Ina Meling), die Wutrede des Wutbürgers am Ende der Pause im Publikum (Wowo Habdank) und die Machtübernahme des superreichen Sponsors Oskar Falk (Michele Cuciuffo).
Ansonsten unterhaltsam und lustig wie immer im Metropol.
Termine
Die Premiere war am 2 Juli 2026.
Die laufenden Termine in 2026:
SA 25. und SO 26. Juli, DI 28. Juli bis SA 1. August, MI 05. August bis SO 09. August, DI 11. August bis FR 14. August (Beginn 19:30, Sonntags 18:00). Wahrscheinlich wird die Nachfrage nach Karten sehr hoch sein.
RMD
P.S.
Dank dieses Stücks habe ich auch verstanden, dass ein homosexueller Mann, der mit einem Mann verheiratet ist, ja auch nur „stink-normal“ sein will, wenn er für sein vermeintliches Glück eine „Leihmutter“ in einem anderen Kontinent engagiert.