AUTOFAHRER’s LEIDEN – Mein Boss hat gesagt …

Mein(e) Boss(in) hat gesagt, dass
sie und ihr Mann gemeinsam noch ein Auto hätten. Früher hatten sie immer zwei und zwischen durch auch noch ein Drittes für die Kinder gehabt. Das verbliebende wäre ein langer Caddy, der mittlerweile eher größer als die VW-Busse älterer Generationen wäre. Sie hätten sich schon öfters überlegt, ganz auf das Auto zu verzichten. Ihre Ehemann würde gar nicht mehr Autos fahren  … und sie fährt auch nur sehr selten. Drei Arten der Nutzung gäbe es noch:

  1. Die Kinder hätten fast alle Autos, wie man sie heute halt so fährt. SUVs oder flache Flundern, in die man schon selber nur schwer rein käme, geschweige ein fettes Sofa. Da wäre dann immer Oma’s Caddy gefragt, der auch große und sperrige Teile schluckt.
  2. Ihr Mann fährt regional (Umkreis < 25 km) und überregional  (Umkreis < 50 km) nur noch mit dem Fahrrad. Er schätzte es sehr, wenn er mit dem Rad unterwegs wäre und dann eine Panne hätte, dann jemand mit dem Auto käme und ihn und das Rad wieder heim bringt.
  3. Da wo das Auto noch schön wäre, wäre der jährliche Zelturlaub im Süden des Peloponnes. Da wäre der rote Caddy der Transporteur des größten Teils der Camping-Ausrüstung – und würde auch das bestens meistern. Aber die Anreise wäre soweit, dass sie nur Spaß macht, wenn man den großen Sprung zum Beispiel von Athen nach Patras an Bord eines  Fährschiffs komfortabel genießen können. Das scheint aber bald nicht mehr gehen, befinden sich doch die Betreiber der Mittelmeerrouten wohl sämtliche in finanziellen Schwierigkeiten

Tatsächlich wäre 3. (dieser jährliche Zeltcamp auf dem Peloponnes) der Hauptgrund für das Auto.

Heute war wieder ein Tag, wo sich sich wirklich wieder gefragt hatte, ob Autofahren noch Sinn macht. Das Auto mußte zum jährlichen Kundendienst, außerdem war eine Anzeige, die vor einem Defekt bei den Sicherheitsgurten warnte. Die von ihr genutzte Werkstätte ist sehr gut organisiert. So bekam sie gestern auch E-mail, in der sie gebeten wurde, pünktlich um 8:15 mit dem Caddy zu erscheinen.

Das bedeutet, gestern schon das Rad im Auto verstauen und heute um 7:00 aufstehen. Alles nur für ein Auto, mit dem man eh kaum fährt. Wenn dann Mittag auch noch die Auskunft von der Werkstatt kommt, dass die Sicherheitsgurte in Ordnung wären, aber das zentrale Modul kaputt wäre und ausgetauscht werden müsse, und der Hersteller (VW) keine Kulanz gewähren würde, dann denkt sie doch ein wenig konkreter über die Abschaffung des Autos nach.

Anmerkung:
Ich glaube, dass viele Menschen, besonders von uns älteren, die wir in der Mehrheit sind, kein Auto braucht. Im Gegenteil, ohne Auto habe ich mehr Bewegung und weniger Stress.

RMD

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